Explorative Datenanalyse (EDA)
Die explorative Datenanalyse (EDA) ist ein essenzieller Schritt in jedem datenbasierten Projekt, der es ermöglicht, ein tiefgehendes Verständnis der zugrunde liegenden Daten zu erlangen. Im Gegensatz zu hypothesengeleiteten Analysen, bei denen spezifische Annahmen überprüft werden, geht es bei der EDA darum, die Daten in ihrer Gesamtheit zu untersuchen und dabei Muster, Zusammenhänge sowie Auffälligkeiten zu entdecken.
Zu den zentralen Techniken der EDA gehören statistische Kennzahlen und vielfältige Visualisierungsmethoden. Mithilfe von Maßzahlen wie Mittelwert, Median, Varianz und Quartilen werden die grundlegenden Eigenschaften eines Datensatzes erfasst. Grafische Darstellungen wie Histogramme, Boxplots und Streudiagramme veranschaulichen die Verteilung der Daten und helfen dabei, Ausreißer oder ungewöhnliche Muster zu identifizieren.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der explorativen Datenanalyse ist die Untersuchung von Korrelationen und Zusammenhängen zwischen verschiedenen Variablen. Durch den Vergleich von Merkmalen lassen sich potenzielle Abhängigkeiten erkennen, die bei weiterführenden Analysen berücksichtigt werden sollten. Zudem unterstützt die EDA dabei, eventuelle Probleme wie fehlende Werte oder Inkonsistenzen in den Daten frühzeitig zu identifizieren, sodass entsprechende Bereinigungsschritte eingeleitet werden können.
Insgesamt bildet die explorative Datenanalyse die Grundlage für fundierte Entscheidungen in nachfolgenden Analyse- und Modellierungsphasen. Sie ermöglicht es, Hypothesen zu generieren, die später in einem inferenzstatistischen Rahmen überprüft werden können. Durch diesen iterativen Prozess werden die Daten kontinuierlich verfeinert und aufbereitet, was letztlich zu präziseren Ergebnissen und einer besseren Entscheidungsfindung beiträgt.